Emotionale Intelligenz – was dahinter steckt und warum sie für Führungskräfte den entscheidenden Unterschied macht

Führungskräfte arbeiten auf der Sachebene. Sie gestalten und entscheiden fachliche Themen, suchen nach Problemlösungen. Emotionen haben in diesen Kontexten nichts zu suchen. Leider ist diese Meinung in der Lehre weit verbreitet. Werden Sie nicht emotional! Bleiben Sie auf der Sachebene! Daraus entsteht bei vielen Mitarbeitern und insbesondere Führungskräften die Überzeugung, sie dürften Emotionen überhaupt keinen Ausdruck verleihen. Das geht dann so lange gut bis sie sprichwörtlich platzen, vor Wut, vor Anspannung, vor Kränkung, vor Stress.

Was wäre, wenn Sie sich jetzt und heute von dieser alten Überzeugung verabschieden?

Der Weg zu einem professionellen Umgang mit den eigenen Emotionen führt über die Emotionale Intelligenz. Parallel zum Begriff des IQ, den viele Menschen kennen, bildet die emotionale Intelligenz die persönlichen und sozialen Fähigkeiten einer Person ab. Dazu gehören beispielsweise Takt, Höflichkeit, Einfühlungsvermögen, Kommunikationsfähigkeit sowie Selbstbewusstsein und die Kontrolle der eigenen Gefühle. Die emotionale Intelligenz ist insbesondere für Führungskräfte entscheidend für den persönlichen und beruflichen Erfolg.
Der Grund hierfür findet sich insbesondere in der Kompetenz gute Beziehungen zu führen, sowohl im privaten als auch um beruflichen Umfeld. Emotional intelligente Führungskräfte lassen sich auf andere Menschen ein und können akzeptieren, dass andere die Welt anders sehen. Sie nehmen deshalb auch Kritik konstruktiver auf und lösen Konflikte wesentlich schneller und reibungsloser. Das führt zu Ausgeglichenheit und einer professionellen Haltung.

Wie aber können Führungskräfte ihre emotionale Intelligenz ausbauen?

Um ihre eigene emotionale Intelligenz aufzubauen, führt kein Weg an der Auseinandersetzung mit der eigenen Person vorbei. Dabei geht es insbesondere um die Beobachtung und schrittweise Veränderung von hinderlichen Verhaltens- und Reaktionsmustern. Warum reagieren sie in welcher Situation wie? Was sind ihre Trigger? Woher stammen diese? Möchten sie so reagieren? Welche Alternativen gibt es?
Die drei zentralen Fragebereiche zu Beginn der Auseinandersetzung mit der emotionalen Intelligenz sind:
1. Wahrnehmung
Wie nehmen Sie sich selbst wahr? Wie nehmen Sie sich allein wahr, wie mit Freunden, Bekannten, Kollegen und Geschäftspartnern?

2. Regulierung
Wie regulieren Sie Ihre Wahrnehmung und Ihre Reaktionen? Wie erarbeiten Sie sich gedankliche Strategien im Vorfeld? Wie hinterfragen Sie sich selbst? Mit wem hinterfragen Sie sich selbst?

3. Selbstführung
Wie führen Sie sich selbst? Welche Möglichkeiten nutzen Sie alte Muster aufzulösen und neue Muster zu etablieren?
Das Konzept der emotionalen Intelligenz bildet die Basis des Weges, den Führungskräfte im Steinbeis-Zertifikatslehrgang „Führungs- und Innovationskultur“ gehen.
Weitere Informationen dazu erhalten Sie unter: Zertifikatslehrgang Führungs- und Innovationskultur

Literaturempfehlung für die eigene Beschäftigung mit dem Thema:
Goleman, Daniel et al. (2007): Emotionale Führung. Berlin.
Schwarz, Manfred; Schwarz, Iris; Härri, Maja (2012): smartGuide Führung. 111x schneller Zugriff auf das Führungswissen. Bonn.

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